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Zwischenmahlzeiten machen dick - oder doch nicht?

Bei der Mahlzeitenhäufigkeit scheiden sich die Geister. Die einen Experten schwören auf viele kleine Mahlzeiten, andere vertreten die Meinung, drei Mahlzeiten mit großem Abstand sind genau richtig. Doch wer hat nun Recht, schließlich führen alle Experten dieselben Mechanismen als Grund an, nämlich den Blutzuckerspiegel.

Wer nur dreimal isst jagt den Blutzuckerspiegel weniger oft nach oben, sagen die einen. Und wer öfters isst, jagt ihn weniger hoch nach oben, sagen die anderen.

Und was sagen wir: "Beide Seiten haben Recht, nur müssen Sie herausfinden, welche Taktik für Sie zutreffend ist, denn die ist nicht für jeden Menschen gleich."

Der individuelle Essensrhythmus
Der individuell passende Essensrhythmus muss zum Tagesablauf und zu den Gewohnheiten passen, damit man gut abnehmen kann. Auch muss der Essensrhythmus nicht von Montag bis Sonntag der gleiche sein. Viele haben einen Essensrhythmus für Arbeitstage und einen völlig anderen für das Wochenende, Feiertage oder Urlaubstage. Im Grunde drehen wir uns immer wieder im Kreis. Um abzunehmen brauchen wir eine negative Energiebilanz. Und die verfügbaren Kalorien pro Tag kann man in drei, vier oder fünf Mahlzeiten stecken.
Wir sind der Meinung, dass es in einem gut geplantem Tagesplan auf jeden Fall voneinander getrennte Mahlzeiten geben soll, die auch als Mahl-Zeiten wahrgenommen werden. Also bitte wenn möglich Teller nehmen, Portion anrichten, Zeit nehmen und hinsetzen. Das ewige zwischendurch etwas unbewusst in den Mund Stecken ist das Ende der guten Figur. Das sind dann jene Klienten, die völlig unbedarft und ohne böse Absicht angeben, sie äßen nur einmal am Tag. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Ja, sie nehmen sich einmal am Tag die Zeit sich zum Essen hinzusetzen und dazu verwenden sie Messer und Gabel. Das ist dann ein Essen. Nur: Alles andere was unbewusst im Mund verschwindet, vom Kühlschrank heraus genascht wird oder von anderen Tellern geklaut wird zählt nicht. Das ist mehr so etwas wie unbewusster Selbstbetrug.

Essensrhythmus mit drei Mahlzeiten pro Tag
Es gibt Personen die können keine kleinen Portionen essen. Kaum haben sie ein kleines Schinkenbrot gegessen, welches eigentlich eine Zwischenmahlzeit sein soll, folgen zwei weitere Brote und die Mahlzeitengröße nimmt überhand. Wenn dann fünf große Mahlzeiten am Tag zusammenkommen, geht sich das mit dem Gewichthalten geschweige denn dem Abnehmen nicht mehr aus. Und von häufigen großen Mahlzeiten haben auch die oben genannten Experten nie gesprochen. Also: wer gerne große Portionen isst, gegen längere Essenspausen aber nichts einzuwenden hat, sollte es mit drei Mahlzeiten pro Tag versuchen.

Essensrhythmus mit vier oder fünf Mahlzeiten
Andere Personen verfallen in Panik, wenn sie hören, sie müssen fünf Stunden Abstand zwischen den Mahlzeiten einhalten. Allein die Tatsache, dass es so lange kein Essen mehr gibt, verleitet diese Menschen dazu, bei jeder Mahlzeit möglichst viel zu essen, um nur ja nicht zwischendurch hungern zu müssen, was darin resultiert, regelmäßig viel zu viel zu essen. Das sind dann drei sehr große Mahlzeiten, die garantiert nicht schlank machen. Also: wer sich mit großen Essenspausen schwer tut, kann gezielt ein oder zwei Zwischenmahlzeiten pro Tag einplanen. Diese müssen aber bewusst gegessen werden und dürfen nicht zu groß ausfallen.

Finden sie also ihren persönlichen Essensrhythmus und lassen sie sich nicht verunsichern ob sie drei, vier oder fünfmal essen. Nur 15x am Tag wird sich nicht ganz ausgehen – da müssten die einzelnen Happen schon sehr klein sein!
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