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Milch ist ungesund für den Menschen - oder doch nicht?

Sie verschleimt. Sie ist eigentlich für Kälbchen gemacht. Sie führt zu Allergien. Und ihr Zucker macht Bauchweh und Blähbäuche. In den späten 80er Jahren hieß es: „Die Milch macht’s“. Doch der ehemals gute Ruf der Milch wird immer mehr in den Dreck gezogen. Zu Recht?

Wer obige Aussagen tätigt, lässt meist einen gewissen Unterton mitschwingen. Eine gewisse eigene Überzeugung oder Philosophie. Etwas das mit Milch allein recht wenig zu tun hat. Diese Aussagen führen zu Verunsicherung, ob das Grundnahrungsmittel Milch nun schädlich oder förderlich ist. Dabei geht es bei diesen Aussagen nicht allein darum, ob Milch nun beim Abnehmen förderlich ist, sondern ganz allgemein im Rahmen einer gesunden Ernährung.

Die Antwort ist selbst für Ernährungswissenschaftler nicht leicht, denn wie man sieht gibt es auch hier unterschiedliche Interpretationen von verschiedenen Experten. Auch wir können nur auf Basis unserer Erfahrungen, unseres Wissens und unserer eigenen Meinung entscheiden, welchen Stellenwert wir Milch und Milchprodukten einräumen möchten. Natürlich ist die Milch kein Lebensmittel, das der Mensch seit jeher kennt. Genauso wie wir auch nicht seit jeher Getreideprodukte gegessen haben. Der Mensch war aber offensichtlich so clever, sich bestimmte Dinge geschickt zu richten. Und da Milch viele Nährstoffe (Eiweiß, Kohlenhydrate und Fett) in einem Lebensmittel vereint, ist das schon praktisch. Zumindest aus Sicht der Menschen vor 10.000 oder 15.000 Jahren. Wobei, im Grunde gilt dies ja auch heutzutage noch, wenn wir eine natürliche Milchproduktion betrachten, ohne gentechnisch veränderte Futtermittel, ohne Massentierhaltung, ohne Antibiotikaschwemme. Zerlegt in ihre Einzelteile ist Milch wahrlich ein besonderes Lebensmittel. Kein Wunder also, dass sie von der Natur als das erste Nahrung für uns Menschen (in Form von Muttermilch) vorgesehen ist.

Theoretisch kommt man als Mensch durchaus auch ohne Milch über die Runden. Theoretisch kommt man als Mensch auch ohne Fernsehen, ohne Auto und ohne Internet über die Runden. Tun wir es? Nein. Warum? Weil es anders praktischer ist. Weil es gut tut (aus eigener Sicht). Weil wir es so gewohnt sind. Wir wollen hier keine Grundsatzdiskussionen über die Pros und Contras der Milchproduktion und des Milchhandels anzetteln. Darüber könnte man ein eigenes Buch füllen und es wäre durchaus ein interessantes Diskussionsthema. Nur – es würde nichts daran ändern ob Sie abnehmen oder nicht.

Wir halten fest: in unseren Ernährungsplänen kommen Milchprodukte vor. Nicht, weil sie der Schlüssel zum Abnehmen sind. Aber weil wir sie praktisch finden. Weil sie, wenn man die richtigen Milchprodukte wählt, mageres Eiweiß liefern. Weil sie vielseitig einsetzbar sind. Und weil sie in jedem Supermarkt erhältlich sind. Wir halten aber auch fest: wenn jemand keine Milchprodukte mag, muss er sie auch nicht essen. Wir reden sie nur niemanden aus. Außer sie enthalten massenweise zugesetzten Zucker, Aromen oder anderen Schnickschnack aus dem Chemielabor. Auch wenn sie noch so fettarm sind.

Es gibt aber auch durchaus gute Alternativen bzw. eigentlich einfach andere Lebensmittel als Milch. Es ist auch ok, Sojamilch zu verwenden. Oder Sojajoghurt. Bei uns sind zum Beispiel immer Sojamilch und normale Naturjoghurts im Kühlschrank. Ganz natürlich stehen die zwei Produkte ohne Konkurrenzkampf im Kühlschrank nebeneinander. Auch das geht. Finden wir zumindest. Für uns gilt es einzig, die richtige Wahl zu treffen, wie überall, nicht nur bei Milchprodukten.

Natürlich fettarme Milchprodukte wie Halbfettmilch, Topfen, Naturjoghurt oder Kochkäse sind nichts Verwerfliches. Genauso fettarme Käsesorten, die einfach nur aus entrahmter Milch gemacht werden. Das Siegel light heißt hier nicht, dass geschummelt wurde, auch wenn der Verdacht nahe liegt. Wenn der Verdacht aufkommen sollte hilft am einfachsten der Blick auf die Zutatenliste. Spätestens wenn Sie mehr als die Hälfte nicht entziffern können, sollten Sie die Finger davon lassen. Eigentlich sollten Sie schon bei ein bis zwei unaussprechlichen Ingredienzien hellhörig werden. Ja, bei Milchprodukten gibt es schwarze und weiße Schäfchen. Genauso sind Sojaprodukte kein Freibrief für hemmungslosen Konsum. Haben Sie schon einmal Sojapuddings probiert? Oder besser gefragt: haben Sie diese Produkte schon mal einer genaueren Betrachtung unterzogen? Da zieht es einem die Söckchen aus, wenn man erkennt, wieviel Zucker da drin versteckt ist. Mit leichtem Genuss hat das wenig zu tun, wenn der Zuckergehalt weit über dem von Colagetränken liegt.
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